125.3 Qatholisch: Die Katholiken und die verkorkste WM in Qatar

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Gott ruft an! Genauer gesagt, eins seiner drei Drittel. Er gibt uns einige Tipps und Verhaltensregeln. 

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3 Antworten to “125.3 Qatholisch: Die Katholiken und die verkorkste WM in Qatar”

  1. user unknown Says:

    Das mit den Menschenrechten wusste man, als man die WM nach Katar vergeben hat, da ist es Theater dann von den Spielern zu erwarten, dass die streiken.

    Ebenso ist es affig erst groß anzukündigen, dass man politische Statements aus dem Sport verbannt, um 2 Wochen später mit der Parole „Mein Freund ist Ausländer“ oder „Keine Macht den Drogen“ usw. aufzulaufen, also den Sport als Werbeplattform für Ideologisches zu missbrauchen.

    Das große Geheuchel ist aber doch, dass die dt. Mannschaft überhaupt mit dieser Binde auflaufen sollte. Wer glaubt denn, dass da der Spielerrat nach dem Training drauf gekommen ist, weil den Spielern LSBGTQCC*-Issues so sehr am Herzen liegen?

    Ich glaube das keine Sekunde. Das hat jemand von außen rein getragen, und als professionelle Werbetestimonials lassen sich Nationalspieler für alles einspannen, Tütensuppen, Versicherungen, PKWs, LSBQT* – egal.

    Aber Fussballer waren noch nie bekannt dafür, besonders offen für Fragen sexueller Abweichungen zu sein. Eher im Gegenteil. Und der DFB erkennt sein Herz für LS-Dingenskirchen in dem Moment, wo man anderen in die Suppe spucken kann, war aber vorher auch nicht auffällig in der Sache engagiert und wird es auch nacher nicht sein.

    Das ist der Prototyp vom Missbrauch des Sports für politische Anliegen. Man pfropft etwas auf und nur um andere zu beschämen – noch böser wäre wohl nur die Unterstellung, dass man nur Staub aufwirbeln wollte, um in die Nachrichten zu kommen, aber Fußball braucht solche Skandälchen eigentlich nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Journalisten hätten halt sonst was gefunden.

    Noch peinlicher ist es, das alles zu ignorieren und zu erwarten, dass die Spieler dann in einen Streik treten oder in eine Trotzhaltung und Spielabbruch u.ä. riskieren für einen Marketingstunt, der ihnen übergestülpt wurde.

    Ich würde das sehr anders sehen, wenn ich denken würde, dass das Anliegen wirklich von den Spielern ausgeht. Wenn einem Spieler die Einreise seines Lebenspartners verweigert worden wäre, und darauf hätte man protestiert, dann hätte man von mir aus All-in-Gehen können.

    Aber erst die WM in solch einen Gottesstaat vergeben, den Spielern dann eine politische Attitüde verordnen und erwarten, dass die die dann auch durchschauspielern, um die Zuschauer maximal zu verscheißern – bin ja sonst kein Freund derber Kraftausdrücke, nicht, aber als Zuschauer einzufordern, dass man besser verscheißert wird, da kann ich nur den Kopf schütteln.

    Oder auch Heimreise vorzuschlagen und dann nachschieben, dass man sich eh nicht für Fußball interessiert. Ja, ein Superopfer bist Du da ja bereit zu bringen! Ja, von mir aus kann man ganz Wolfsburg in Regenbogenfarben anmalen!

  2. user unknown Says:

    Ich muss noch eine Kritik nachschieben: Was sind das für Bestrebungen, das Politische so umzudefinieren, dass die Menschenrechte dabei rausfallen? Was soll das? Was ist dann noch politisch? MwSt.-Satz 17 oder 19%?

    Politisch ist doch alles, was die Gesellschaft betrifft und öffentlich verhandelt wird. Aber nichts ist politischer als Menschenrechte. Freie Meinungsäußerung – damit fängt doch jede Politik an.

    Ich finde es geistig korrupt, seine wahren Ansichten aus taktischen Erwägungen zu verraten. Dabei hatte es nicht mal im Entferntesten Aussichten auf Erfolg, das heißt man schenkt seine Meinung gratis her für nix. Niemand hätte gesagt: „Stimmt, sexuelle Ausrichtung ist nicht politisch, dafür darf doch geworben werden!“
    Jetzt schmollt man und hat seinen politischen Anspruch aufgegeben und muss darauf hoffen, dass es sich niemand von der Gegenseite gemerkt hat, der es einem bei passender Gelegenheit unter die Nase reibt.

  3. user unknown Says:

    Und noch ein Nachtrag (@Christian):
    Ich widerspreche. Nicht alles, was nach Nationen organisiert ist, ist Nationalismus.

    Eine Organisation nach Religionen wäre auch denkbar, und sowas wird ja auch gemacht, dass katholische Pfaffen eine Mannschaft bilden und dann Gegner suchen.

    In Kombination mit Religionsfreiheit hätten wir dann die besten Mannschaften besetzt mit zusammengekauften Spielern, die die Religion wechseln, um für die Scheichs zu spielen oder wahlweise für Red Bull oder Nike oder Twitter.

    Ich verfolge die Spiele der Nationalmannschaft seit 50 Jahren und da ist von Spielern, Trainern und Umfeld eigentlich nie etwas sonderlich nationalistisches zu hören. Es werden nicht andere Nationen verächtlich gemacht oder eine eigene, gottgegebene Überlegenheit postuliert.

    Aus den Balkanstaaten musste man öfter derartiges in den letzten Jahren hören, aber in unseren Breiten ist das völlig out.

    Das war eine ganz schlechte Hypothese.

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