56.4 Zukunft der Kirchen (Teil 2)

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Fortsetzung (hier Teil 1) der Besprechung des WDR 5 Funkhausgesprächs “Gott ohne Volk – welche Zukunft haben die christlichen Kirchen?” BONUS: Schlauer Spruch von Bischof Overbeck.

(Aufgenommen am 22.01.2017 mit Matthias, Christian, Nico und Philippe.)

Der Podcast kann hier abonniert werden, der Beitrag kann hier heruntergeladen oder direkt angehört werden:

Ein Live-Mitschnitt der kompletten Folge 56 ist unter http://mixlr.com/ketzerpodcast/showreel/ verfügbar. Oder hier.

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3 Antworten to “56.4 Zukunft der Kirchen (Teil 2)”

  1. user unknown Says:

    Organisation der Parteien:

    Doch, wie sich die Parteien intern organisieren ist m.W. ziemlich unterschiedlich. Die einen haben Parteitage, die anderen Delegiertenkonferenzen.

    Bei den Grünen haben die Ortsvereine Delegierte gewählt und zur Konferenz entsendet, Bei den Piraten hatten sie auch sowas, aber wer Zeit und Lust hatte konnte dahin fahren und abstimmen.

    Im Detail kenne ich mich aber nicht aus – es gibt wohl ein Parteiengesetz https://dejure.org/gesetze/PartG

    • Skydaddy Says:

      Vielen Dank für den Hinweis. Das wären dann wohl wirklich partei-interne Angelegenheiten. Ich bezweifele allerdings, dass die Parteien, abgesehen vom Tendenzschutz, ein eigenes Arbeitsrecht haben dürften. Meine Kritik bezieht sich ja darauf, dass die Kirchen den Begriff der „eigenen Angelegenheiten“ extrem weit auffassen. Aber wenn es Mitarbeiterinnen betrifft, ist es ja keine „eigene Angelegenheit“ mehr, sie betrifft dann ja auch „Dritte“ – eben die Mitarbeiter. Ich bezweifele, dass Parteien z.B. bei ihren Reinigungskräften nach der politischen Einstellung fragen.

  2. user unknown Says:

    @Skydaddy: Ja, darüber sind wir uns wohl einig. Nachvollziehbar ist der Tendenzschutz ja da, wo die Kirche als Kirche agiert, also dass die Gemeindeschwester die Kirche vertreten soll, nicht nur wie ein LKW-Fahrer die Spedition. Aber da wo die Kirche nicht als Kirche, sondern als Krankenhaus agiert, als Obdachlosenhilfe, Kindergarten, Schule usw. – da hat die totalitäre Einmischung ins Leben der Angestellten ganz draußen zu bleiben.
    Aber auch in der Gemeindearbeit müsste es enge Grenzen geben. Wenn die Kirche einen schwulen Organisten entlässt, dann müsste das automatisch zur Folge haben, dass sie keine Kirchensteuer mehr von Schwulen einziehen darf. Entweder – oder. Wiederverheiratete nach Scheidung entlassen: Gut, aber dann müssen sie auch exkommunizieren und auf die Kirchensteuer verzichten – nicht dieses Einzelnen nur, sondern auf die aller deutschen Wiederverheirateter.
    Sonst ist es heuchlerisch und unterminiert die Glaubwürdigkeit der Kirche, und die Glaubwürdigkeit ist ja der angebliche Grund für diese totalitären Eingriffe in die Privatsphäre der Menschen.

    Sonst ist es eine einseitige Benachteiligung der Beschäftigten.

    Interessant ist ja auch die jetzt etwa 2 Jahre alte Umfrage, wonach soundsoviele Christen, also solche, die sich selbst so bezeichnen und Kirchensteuer zahlen – ich meine es waren 80-90% – ihr eigenes Christentum leben und auf die Lehren der Kirchen wenig geben, sich aber trotzdem weiter als Christen sehen wollen. Kann ich nicht nachvollziehen oder nur zum Teil: Es ist ihnen nicht so eine Herzensangelegenheit da Konsequenz zu zeigen, sie haben die Zeit nicht eine Gegenkirche zu gründen, sie wollen da nicht so viel Energie rein investieren. Außerdem müssten sie Gleichgesinnte finden und neue Kirchengebäude bauen und eine eigene Infrastruktur aufbauen – also bleiben sie im alten Verein und lassen die alten Pfaffen reden und, soweit katholisch, sagen sie „Rom ist weit weg“.

    Jetzt ist es nicht die Aufgabe des Staates den Christen zu sagen, was ein guter Christ ist und den Kirchen ein strenges Regime aufzuzwingen. Aber eben beim Arbeitsrecht dürften sie nicht nur nach der Institution schauen, sondern müssten sich die Mehrzahl der Gläubigen ansehen. Und wenn die Mehrheit sagt, der Organist soll ruhig schwul sein, die Krankenschwester soll wieder heiraten, wenn sie mag usw. – dann dürfen nicht 15% Extremisten den Rest der Leute zwingen.

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