Hamburg: Tornado Strafe Gottes für atheistische Radiosendung?

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Matthias interviewt Fabian, Thomas und Sunder von den Fröhlichen Gottlosen Hamburg.

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6 Antworten to “Hamburg: Tornado Strafe Gottes für atheistische Radiosendung?”

  1. Fabian Hoemcke Says:

    Hey, danke für diese Folge. Ich werde da auch mal bei den fröhlichen Gottlosen reinhören.

    Mein Senf:
    1. Ich finde PC richtig und wichtig.
    PC bezieht sich auf die Ausdrucksweise und nicht auf Free Speech.
    PC als Synonym für Zensur umzudeuten ist das Werk rechter Demagogie, der Ihr da leider auf den Leim gegangen seid.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Korrektheit
    Ich kann auch frei meine Meinung sagen ohne den Begriff „Neger“ zu verwenden.

    2. Wenn AfDler oder andere der Neuen Rechten sich über die „Bereicherung“ von unternehmen (so auch die Kirchenunternehmen) aufregen, dann tun sie das nicht, weil sich die Kirchen bereichern, sondern weil den Flüchtlingen geholfen wird. Notfalls wendet man sich dann auch gegen die Kirchen, da von denen kaum Rückhalt erfahren wurde. (Lediglich die Fundis unterstützen die AfD.)
    Stichwort: Asylindustrie
    http://www.kopp-verlag.de/Die-Asylindustrie.htm?websale8=kopp-verlag&pi=946400
    Die Unlogik die dahinter steckt ist die, dass auf der einen Seite viel Geld für Flüchtlinge ausgegeben wird, aber dann mit aller Gewalt nicht daraus geschlussfolgert wird, dass es auch irgendwohin fließt. (Binnenmarkt)
    So wird der Kreis nicht geschlossen und ein separater Kritikpunkt aufgemacht: Die Helfer helfen ja nur den Flüchtlingen, weil die sich dadurch bereichern können!!!11elf Sie schaden DEM VOLK™, um sich selber zu bereichern!!!11elf
    Dieser Unlogik folgend ist auch der Bäcker, welcher nur mehr Brötchen verkauft, teil der Asylindustrie.
    Dabei ist es doch völlig in Ordnung, dass Leute und Firmen (Sicherheitspersonal, Container-Bau, Baufirmen, Angestellte in der Verwaltung…) an ihren Diensten entsprechend entlohnt oder vergütet werden. Meinetwegen könnte das noch weiter gehen und viel mehr Personal sollte entlohnt statt nur ehrenamtlich beschäftigt werden. Das eine Firma Geld verdient, weil diese einen Auftrag zum Wohle der Flüchtlinge übernommen hat ist genauso legitim, wie eine Firma die eine Schule saniert, eine Ampel installiert oder für eine JVA kocht.
    Das sehen die AfDler aber anders.
    Auch Kirchen können als private organisation daran Geld verdienen. Jedoch tun sie so, als würde das alles aus „Nächstenliebe“ geschehen und als wäre das kein profitorientiertes Unternehmen. Das ist zu kritisieren. Nicht aber die Hilfe an den Flüchtlingen.

    3. Schon gelesen?
    Nicht nur Hamburg, auch das Unwetter in BW war Strafe Gottes:
    https://astrologieklassisch.wordpress.com/2016/05/30/gott-zuechtigt-baden-wuerttemberg-fuer-den-perversen-lehrplan-schulunterricht/
    ^^

    Gruß
    Fabian

    • Skydaddy Says:

      Guter Beitrag, den ich (nach einmaligen schnellem Lesen) komplett unterschreiben würde.

      Ich denke, mit der PC ist es wie mit Feminismus oder „Genderwahn“: Das Grundanliegen ist richtig, wegen der Möglichkeit, Leute „zum Schweigen“ zu bringen (nur oberflächlich: Wie Du ganz richtig schreibst, geht es eigentlich nur um den Ton, nicht um den Inhalt) wird es aber von einigen ausgenutzt. (Wobei ich beim „Genderwahn“ die missbräuchlichen Beispiele erst noch finden müsste.) Die Beispiele, die wir im Interview besprochen haben (Auspiepsen, implizit die Verwendung von Wörtern wie „F-Wort“, oder das – man stelle sich das vor – DUSCHEN oben ohne, und die kirchliche Abwehr von Kritik als Religionsfeindlichkeit (implizit: Christenverfolgung) waren ja Beispiele, wo man durchaus überlegen könnte, ob es mit der Korrektheit nicht etwas weit getrieben wird.

      Aber gute Ergänzung von Dir! Danke.

      • Fabian Hoemcke Says:

        Ob das Auspiepsen des Wortes „Fuck“ zu PC gehört, weiß ich gar nicht. So sehr stecke ich nicht in der Materie. Ich komme ja eher aus der „Kritiker“-Ecke der Rechten, mit denen ich mich vorrangig beschäftige. Ob „Fuck“ überhaupt zu den unkorrekten Begriffen gehört, weiß ich gar nicht.

        USA ist auch heute noch ein Land der gegensätzlichen Extreme. In der Filmindustrie, der Musik und in anderen Bereichen wird „Fuck“ fast kontinuierlich geschrieben, gesungen und gesagt.
        Siehe Hot Dog, von Limp Bizkit mit 48 Fucks:

        Oder The Big Lebowski mit 260 fucks:

        https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_films_that_most_frequently_use_the_word_%22fuck%22
        Aber wehe, Du benutzt den Begriff in der Öffentlichkeit.

        Auch ein gutes Beispiel: Die meisten Pornos weltweit werden in den USA oder durch US-Amerikaner produziert, jedoch sind viele von Ihnen in den USA verboten. (Quelle finde ich nicht mehr.)

        Ich denke einfach, die Ursache hierfür ist nicht bei PC sondern wo anders zu suchen.

        Auch habe ich bisher nie gelesen oder gehört, dass Religionskritik oder Kirchenkritik jemals mit PC abgebügelt wurde. Viel mehr sind das doch Tabu-Argumente.
        Wie hat das mal eine Richterin gesagt? Man habe Religionen zu respektieren? Das ist ein normatives Argument und keines aus der PC-Ecke. (Wobei PC auch normativ ist, aber eben nicht auf Inhalte abzielt.)

        Gruß
        Fabian

      • Fabian Hoemcke Says:

        Ergänzung:
        Mein Standpunkt ist der, dass man Widerstand gegen Kirchenkritik nicht mit „Scheiß PC“ entgegnen sollte.
        Erstens unterstützt man damit das rechte Narrativ, dass PC Zensur sei und zweitens sollte man sich nicht unsachlich verhalten, nur weil es das Gegenüber tut.

        Gruß
        Fabian

    • Haiko Says:

      https://astrologieklassisch.wordpress.com/2016/05/30/gott-zuechtigt-baden-wuerttemberg-fuer-den-perversen-lehrplan-schulunterricht/

      Ich glaub‘ mich krault der Pfaffe! Wer denkt sich denn sowas aus? Leute gibts….

  2. Reinhard Rösler Says:

    Wenn in „Pulp Fiction“ jedes ‚Fuck‘ ausgepiepst würde, würden die Zuschauer glauben, sie hätten ’nen Tinnitus 🙂 .

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