38.1 Menschen sterben, weil sie schuldig sind: Theodizee for Doofe

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Pastor Wolfgang Wegert meint: Menschen, die z.B. bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen, sterben, weil sie schuldig sind. Die Ketzer diskutieren die Stichhaltigkeit dieser Behauptung.

(Aufgenommen mit Matthias, Christian und Nico am 10.05.2015.)

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5 Antworten to “38.1 Menschen sterben, weil sie schuldig sind: Theodizee for Doofe”

  1. deradmiral Says:

    Aus meinen privaten Umfeld gab es folgenden Kommentar zu dieser Folge, die ich unseren Zuhörern (mit Erlaubnis des Autors) nicht vorenthalten will

    Wenn ich mir anhöre, was Du in Podcast 38.1 über Deinen eigenen Tod faselst, erfasst mich das blanke Entsetzen über so viel Dummheit, Arroganz und Unwissnheit, dass ich gleich noch einmal schreiben muss. – Dummschwätzer wie Du, in braunen Iniformen, haben während der Bombennächte, als die Bunkerwände erzitterten und der Putz von der Decke fiel neben MIR geheult und GEBETET…..immer wieder…und immer wieder. – Plötzlich war ihnen allen wieder dasVater-Unser eingefallen……und wenn die Bomberei vorbei war….da hatten sie wieder ihre große Klappe….bis zur nächsten Nacht, wenn es wieder los ging….

    Warst Du mal in einem Hospiz, wo 10 bis15 Menschen liegen um zu sterben? Hast Du mal mit diesen gesprochen, diese nach ihren momentanen Gedanken gefragt? – Natürlich nicht, Maulhelden wie Du und Deine Mit-Sudler kneifen da natürlich…..reden sich ein, sie könnten ihr eigenes Sterben bestimmen…..Hast Du eine Ahnung, wie und wer Du nach einem schweren Schlaganfall bist? Wenn Du völlig hilflos herumliegst….Dann kannst Du gern Deine großen Reden vom selbstbestimmten Sterben schwingen…..und die christliche Barmherzigkeit verbal mit Deinen atheistischen Weisheiten bis zu Deinem Ende besudeln.

    Meine Erfahrung ist, dass Menschen ohne religiöse Basis in diesen Momenten unendlich viel Angst haben, nicht zu trösten sind, ihr Schicksa verfluchen, nicht LOSLASSEN können…..nicht wenige plötzlich nach dem Priester rufen….und danach ruhig einschlafen.

    • Skydaddy Says:

      Ich staune immer wieder, wie viele Leute (erstaunlicherweise immer Christen) extensive Erfahrungen nicht nur mit dem Ableben von Menschen haben, sondern auch noch deren Weltbild genau genug kennen, um daraus repräsentative Schlüsse ziehen zu können.

    • Skydaddy Says:

      Möglicherweise sind seine Kenntnisse über Sterbende aber auch genauso fundiert wie seine Kenntnisse über Deine Finanzen …

  2. deradmiral Says:

    @skydaddy

    Auf diese Frage hatte er mir schon geantwortet:

    Ich habe schon als Schüler, später auch als Student, auf der „Siechenstation“ eines Landeskrankenhauses als Hilfspfleger gearbeitet. Dort gab es 46 Betten für Sterbende, gestorben sind in 24 Stunden im Schnitt 4. – Als „Hiwi“ hatte ich die Aufgabe, diese
    Toten während meiner Schicht in einer Schubkarre quer über das Gelände in die Leichenhalle zu fahren – nackt mit einem Pflaster mit ihrem Namen über dem rechten Zeh.

    Dort wurden sie dann vom Bestatter abgeholt…..Ich habe so manchem Sterbenden bis zu seinem letzten Atemzug die Hand gehalten….mit einigen auf deren Wunsch hin auch gemeinsam gebetet…..und sehr viele gesehen, die vor Todesangst geweint, getobt, um sich geschlagen haben und dabei dann ermattet gestorben sind….Zusammen mit einem Pfleger habe ich alle gewaschen, bevor die Leichenstarre einsetzte. Die Toten, die sich nicht lösen konnten, waren ALLE eingenässt und eingekotet……mit ein Grund dafür, dass es auf dieser Station für mich 3,80 DM pro Stunde gab anstatt 3,40 DM auf den anderen Stationen.

    • Skydaddy Says:

      Also, die Erfahrungen Deines Bekannten scheinen ja schon einige Zeit her zu sein. („Siechenstation“, 3,80 Mark pro Stunde.) Möglicherweise noch in einer besonders religiösen Gegend.

      Ich kann mir durchaus vorstellen, dass FRÜHER – aufgrund der starken religiösen Indoktrination und Durchdringung der Gesellschaft – durchaus die meisten Menschen vor dem Tod Angst hatten.

      Ich denke allerdings, dass diese Angst mittlerweile deutlich weniger geworden sein dürfte, weil die Religion nicht mehr so allgegenwärtig ist. Und es z.B. durch das Aufkommen von Computern relativ offensichtlich geworden ist, dass das „Denken“ oder „Bewusstsein“ einfach aufhört, wenn der Körper nicht mehr funktioniert. Dass also überhaupt kein Grund besteht, an eine „Seele“ oder ein „Leben nach dem Tod“ zu glauben.

      Abgesehen davon ist die Entscheidung über ein Weltbild möglichst mit kühlem Kopf zu fällen und nicht ausgerechnet in Todesangst. (Zumindest, wenn man ein realitäts-kompatibles Weltbild anstrebt, was sehr hilfreich ist.)

      Dass Dein Bekannter dies überhaupt nicht zu kapieren scheint, rundet den Eindruck von ihm ab.

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