Folge 22: Klappe, Kirchentopf und Kleinfein

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Aufgenommen am 10.11.2013 mit Christian, Matthias, Nikolas und Peter.

Der Podcast hier abonniert werden, die Folge kann hier heruntergeladen oder da direkt angehört werden:

Themen:

  • Dummer Spruch von Kardinal Marx: “Ich würde mir wünschen, dass einige jetzt einfach den Mund halten”
  • Die Transparenzoffensive der Kirchen
  • Das Feintuning-Argument
  • Schlauer Spruch: “Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien” von George Bernard Shaw
  • November ist Kirchenaustrittsmonat

Minutenprotokoll

  • 0’0“ Dümmster Spruch von Kardinal Marx “Ich würde mir wünschen, dass einige jetzt einfach den Mund halten” von der Abschlusspressekonferenz der Herbstvollversammlung der bayerischen Bischöfe.
  • 1’20“ Diskussion des dümmsten Spruches
  • 2’46“ Was sagt die Bibel zu Limburg (Lukas 6:47)
  • 5’12“ Baukosten des Tempel von Jerusalem
  • 6’10“ Transparenzoffensive der Kirche
  • 11’30“ Kölner Dom verkauft für 1 Euro, Menschenfischer und Hirtensteak
  • 14’40“ Zurück zur Transparenzoffensive
  • 16’05“ Vergleich der Reaktion mit der Missbrauchsaffäre
  • 19′ 11“ Vermögenswerte von Köln, Münster
  • 21’55“ Blenderbistum Hildesheim
  • 27’00“ Medienkampagne gegen Tebartz-van Elst und Wahrheitsanspruch eines Bischofs (Mentalreservation)
  • 33’22“ Selbstverweltlichung der Kirchen und Perestroika
  • 34’13“ Matthias wird Bischof von Grönland, Antarktika, Mond und Mars (Besiedlung Grönlands durch Katholiken 1076-1350, Bischofsliste bis 1534)
  • 36’20“ Evangelische Kirche und ihre  “Entschädigung”
  • 39’45“ Kosten einer Ablösung
  • 42’10“ Kirchenzahlungen und der Reichsdeputationshauptschluss
  • 45’50“ Das Finetuning-Argument (Wikipedia-Eintrag Feinabstimmung)
  • 52’20“ Fine Tuning für Stabilität des Universums
  • 57’00“ Fine Tuning für einen Affenarsch
  • 1h00’20“ Fine-getunetes Öl für Küchenschrankscharniergeziefer
  • 1h02’10“  Sieht unser Universum Fine-ge-tune-t aus?
  • 1h02’50“ Erschießungen und Fallschirme – Passt die Metapher?
  • 1h04’20“ Naturkonstanten oder Naturvariable?
  • 1h04’45“ Welcher Gott of the Gaps?
  • 1h05’25“ Bayes-Theorem und Fine Tuning
  • 1h12’30“ Peter erklärt die Welt mit Bayes
  • 1h15’30“ Matthias ist nicht überzeugt, Nicolas kontert mit einem Götterphasenraum
  • 1h16’40“ Selbstselektierende Naturgesetze und stabile Götter
  • 1h18’00“ Naturkonstanten vom Aussterben bedroht
  • 1h19’20“ Kritik am Wahrscheinlichkeitsmodell – wie wird gewürfelt und überhaupt
  • 1h23’20“ Widersprüchlich und unendlich zirkular
  • 1h24’10“ Kreationismus versus Fine Tuning
  • 1h24’57“ Stabilität oder nur ein Anschein davon?
  • 1h31’30“ Welches Wahrscheinlichkeitsmodell
  • 1h41’10“ Die (angebliche) fünfte Kolonne der Japaner im 2. Weltkrieg und Bayes Theorem
  • 1h43’10“ Fine Tuning ein Argument gegen Gott
  • 1h46’10“ Welle-Teilchen-Dualismus ist nicht unerklärlich
  • 1h47’20“ Was ist überhaupt ein, zwei oder drei Gott? Puddingboxen.
  • 1h48’55“ Universen mit Götter sind feiner getunt als Universen ohne
  • 1h49’40“ Das Logikfass wird nicht aufgemacht. Universen unter einem Hut.
  • 1h51’51“ Neumodische Argumente für primitiven Hirtenglaube. Keine komplexen Zahlen in Levitikus.
  • 1h53’40“ Oberstufenschüler in der Zeitmaschine
  • 1h56’30“ Schlauer Spruch: “Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien” von George Bernard Shaw
  • 1h57’50“ November ist Kirchenaustrittsmonat

6 Antworten to “Folge 22: Klappe, Kirchentopf und Kleinfein”

  1. unkndeify Says:

    „Wenn du nicht mit Bayes argumentierst, argumentierst du falsch“, wird hier gesagt.

    Das Gegenteil ist zutreffender: Wenn du mit Bayes argumentierst, argumentierst du falsch.

    Das Modell, das dem Feintuning-Argument zugrunde liegt, ist (bildlich gesprochen) ein Zufallsgenerator, der eine bestimmte Zahlenfolge ausspuckt und auf diesen Zufallsgenerator kann ein mechanischer Arm einwirken.

    Nun soll anhand der Auswertung einer Zahlenfolge darauf geschlossen werden, ob der mechanische Arm für diese Zahlenfolge aktiv war.

    Die Entstehung des Universums mit diesem Modell zu modellieren, ist nicht überzeugend.

    Die breitspurig vorgetragen Bayes-Ausführung des vermeintlichen Wissenschaftlers mit Namen Peter, zielen im Wesentlichen darauf ab dahingehend zu argumentieren, dass der Rückschluss auf die Aktivität des Armes nicht gezogen werden kann.

    Unabhängig vom Inhalt dieser Ausführung, ist dies eine Argumentation, die sich bereits (implizit) auf die Modellierung der Entstehung des Universums durch Kasten mit mechanischem Arm eingelassen hat und „innerhalb“ der Gültigkeit dieses Modells argumentiert.

    Es ist ähnlich, als würde man darüber diskutieren, ob Kakadus zu denjenigen Tierarten gehörten, die auf der Arche Noah gerettet wurden sind oder nicht, wobei man implizit schon annimmt, dass es eine Arche Noah gegeben hat, auf der Tiere gerettet worden wären, auch wenn dies nicht explizit ausgesprochen wird.

    Die Gefahr, die sich darin verbirgt, ist dass so leicht der Eindruck entsteht, als wäre das Feintuning-Argument ein seriöses wissenschaftliches Argument, über die diverse Fachleute anderer Meinung sind. Die grundlegende Modellierung hat aber schon garnicht die Qualität um auf der wissenschaftlichen Bühne diskutiert zu werden.

    Demnach komme ich eher zu der Aussage: Wenn du mit Bayes argumentierst, hast du bereits verloren.

    (PS: dieser comment bezieht sich nur auf das von Peter vorgetragene Bayes-Gewäsch)

  2. verquer Says:

    1. Habe ich dargelegt, dass die implizierten Annahmen des Feinabstimmungsargument – nämlich die Modelierbarkeit mittels Statistik – auf Grund des Normierungsproblems ungültig oder beliebig subjektiv sind. Somit habe ich gezeigt, dass das FAA eben nicht wissenschaftlich ist. Genau das, was Du hier inkohärent zu zeigen versuchst.
    2. Eine zweimalige Wiederholung einer Behauptung macht diese nicht wahr. Bayes ist richtig. Bayes ist richtig. Siehst? Desweiteren basierten die Ausführungen zu Bayes auf der Annahme, dass das FAA überhaupt auf einer wissenschaftlichen Basis gebracht werden kann – in der Art „falls, wenn“
    3. „vermeintlicher Wissenschaftler“ – funny guy

    – Peter

  3. unkndeify Says:

    @1 das PS in meinem posting habe ich extra angehängt, damit verdeutlicht wird, dass ich mich nur auf die Aussage „wenn du mit nicht mit bayes argumentierst, argumentierst du falsch“ beziehe (siehe auch erster Satz meines postings). Dass du und insbesondere christian und matthias an anderer Stelle auch die Ungültigkeit des Modells angesprochen haben, ist mir bewusst.

    Ich versuche also nicht zu zeigen, dass das FAA nicht wissenschaftlich ist.

    Ich kritisiere lediglich, dass das Bayes Argument von dir als Hauptargument angeführt wird.

    Was mich zur Ansicht bringt, dass du es als „Hauptargument“ anführst?

    Abgesehen von jenem schrecklichen Satz deinerseits, empfehle ich dir den Podcast nochmal anzuhören, falls du dir diese Frage stellst.

    @2 trotz erneutem Durchlesen meines postings, konnte ich keine sich wiederholende Behauptung feststellen. Wenn ich mal raten soll welche du meinst, dann stelle ich bei dieser, in der zweiten „Wiederholung“ eine Information fest, die in der ersten Erwähnung nciht enthalten war. Somit ist „Ergänzung“ eine treffendere Bezeichnung und hebelt deine Polemik aus. Vielleicht wäre aber auch eine ggf. mehrmalige reine Wiederholung angebracht gewesen, damit du merkst worauf ich hinaus wollte (Vgl @1).

    Ein viel interessanterer Punkt als sich vermeintlich wiederholende Aussagen ist aber:

    Wenn das eine „falls wenn“ Angelegenheit ist, der „Fall für den“ aber garnicht eintreten kann (was du ja nach deinen Angaben selbst gezeigt hast),

    a) was für einen Sinn hat dann die breite Ausführung des Bayes-Argumentes?

    Insbesondere, wenn sie eher schädlich als nützlich ist (was sie meiner Meinung nach ist, Vgl. mein Ausgangsposting).

    b) Wie ist in diesem Zusammenhang die Behauptung „wenn du nicht mit bayes argumentierst, argumentierst du falsch“ zu verstehen?

    c) Falls die Antwort auf a) sowas ist wie, „als doppelte Absicherung“, wieso wird dann eine doppelte Absicherung so vorgetragen, als wäre es das Kernargument?

  4. user unknown Says:

    http://demystifikation.wordpress.com/2014/02/06/ein-gespenst-im-bistum-limburg/
    http://demystifikation.wordpress.com/2013/10/15/jauchs-gotterdammerung/

  5. Gerhard Hellriegel Says:

    Leider gibt es nicht nur religiösen, sondern auch wissenschaftlichen Größenwahn. Für alle gilt: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Zum Feintuning-Argument: Nach herrschender Meinung in der Kosmologie besteht das Naturwirken zu 70% aus dunkler Energie, zu 25% aus dunkler Materie. Und kein Mensch, auch kein Physiker weiß, was das ist und ob da überhaupt etwas ist. Und nun erklärt mir der Physiker, er könne sagen, was sei, wenn sich jene Naturkonstante X (falls es überhaupt eine Konstante ist) sich etwas ändere. Ich frage den Physiker: Bitte erklären Sie mir, wie die Dunkle Energie und Materie auf eine Änderung dieser Konstanten reagiert. Wenn Sie mir das nicht sagen können, bestreite ich, dass Sie irgendetwas über die Entwicklung des Naturwirkens unter anderen Bedingungen begründet sagen können. Auch Wahrscheinlichkeitsrechnungen sind unter den Bedingungen des Nichtwissens Schall und Rauch.

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